| 1.Vorwort Seit 1992 gibt es für die Kinder der 1.- 4. Klassen in Sachsen die neue
Schulart "Grundschule". Auch unsere Grundschule in Freital-Deuben hat sich
wie viele andere in den bestehenden Jahren als ein Lebensraum für Kinder
entwickelt, in dem es sich mit Freude lernen lässt.
Im Sommer 2000 sind wir in das jetzt 133-jährige Gebäude auf die Poisentalstraße 79 umgezogen.
Wir gaben uns dabei den Namen Grundschule Poisental.
Unsere Grundschule knüpft an den vorschulischen Erlebnis- und
Erfahrungshorizont der Kinder an und führt sie vom altersbedingten,
natürlichen Spieltrieb nach und nach zu bewusstem Lernen und zur
Leistungsbereitschaft. Ganz allmählich müssen sich die Kinder an Ordnungs-
und Lebensformen der Grundschule gewöhnen. Die Vielfalt an
Betätigungsmöglichkeiten eröffnet den Schülerinnen
und Schülern dabei erfolgreiches Lernen.
Durch differenzierte Unterrichtsmethoden wie Partner- und Gruppenarbeit,
Freiarbeit, aber auch Projektunterricht wird die Grundschule der
Lebensvielfalt, den Lebenseinstellungen, den Verhaltensweisen und
Leistungsmöglichkeiten aller Schüler gerecht.
Jede Lehrerin führt die Kinder durch ihr engagiertes, individuelles Handeln zu
den verbindlichen Zielen und Inhalten des Lehrplanes, hat aber auch
pädagogische Freiräume, die in jeder Schule mit besonderen Schwerpunkten
versehen sind. Das Schulprogramm stellt dabei eine Orientierung unter
Beachtung der Spezifik der Schule und der Rahmenbedingungen dar.
Wir stellen für die Arbeit in
unserer Schule fünf Hauptziele
in den Mittelpunkt:
1. Medienkompetenz
Medien sind von grundlegender Bedeutung für Lernprozesse überhaupt. In
unserer neuen Lernkultur stehen die Medien im Vordergrund, die die
Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler fördern und fordern und
selbstgesteuerte Lernprozesse ermöglichen.
2. Begabtenförderung
Besondere Zuwendung erhalten schon von jeher die Kinder, denen das Lernen
schwer fällt. Seit Oktober 1999 begannen wir nun auch der Förderung
begabter Schülerinnen und Schüler besonderes Augenmerk zu schenken. Durch
das „Netzwerk innovativer Schulen“ der Bertelsmann-Stiftung, dem wir
angehören, können wir von den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen auf
dem Gebiet der Begabtenförderung national sowie international profitieren.
Wir nutzen dabei das Material „Lichtblick für helle Köpfe“ von Joëlle
Huser.
3. Sprachförderung
Die Integration von Schülerinnen
und Schülern im Förderschwerpunkt „Sprache“ in Kooperation
mit der Schule zur Lernförderung Freital kommt als weiterer Baustein ab
Schuljahr 2005/06 hinzu.
4.
Gesundheitsförderung
Wir verstehen Bildung, Gesundheit und deren Förderung als
lebenslangen Prozess. Wir bereiten unsere Kinder durch
bestmögliche Bildung auf ein gesundes und leistungsfähiges
Leben sowohl im Kindesalter wie auch in späteren Lebensphasen
vor. Am 3. März 2010 wurden unsere Leistungen in diesem
Bereich
von der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung
e.V. ausgezeichnet. Seit dieser Zertifizierung tragen wir als
erste Grundschule im Landkreis Sächsische
Schweiz-Osterzgebirge den Titel "Gesunde Schule".
5. Wertevermittlung
Besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Erziehung zu höflichen
Verhaltensweisen und einem freundlichen Umgangston, zu Achtung und
Toleranz. Die Schülervertreter der Klassen arbeiten dabei
aktiv mit.
Der Wertevermittlung wird in allen Bereichen besondere
Aufmerksamkeit gewidmet.

Gudrun Haufe
Schulleiterin |
| Wollen wir unsere Ziele erreichen, so
müssen wir uns kritisch die Rahmenbedingungen dafür anschauen. Dabei
betrachten wir uns zuerst die äußeren Bedingungen und dann die innere
Organisation, zu denen auch die Arbeit mit den Eltern, die Zusammenarbeit
mit den umliegenden Schulen sowie die außerunterrichtliche Arbeit gehört.
2. Rahmenbedingungen
2.1. Äußere Bedingungen
Lehrpläne
Die wesentlichsten äußeren Bedingungen bilden das Schulgesetz, die neuen
Lehrpläne ab Schuljahr 2004/05 (überarbeitet 2009) und die Stundentafel.
Lage
Im Stadtteil Niederhäslich, auf der Poisentalstraße 79, findet man unsere
Grundschule an der
S 36 gelegen.
Zum Schulgelände gehören ein Schulhof mit Tischtennisplatte, Spielehaus,
Mal- und Ballwand, ein Biotop, ein Schulgarten und eine Turnhalle.
Schulbezirk
Unser Schulbezirk ist ein Teil der Stadt Freital. Ab Schuljahr 2010/11 umfasst er die Stadtteile Deuben, Niederhäslich
und Hainsberg.
Schulträger
Schulträger ist die Stadt Freital. Ihm sind auch die Sekretärin und der
Hausmeister unterstellt.
Die Reinigung der Grundschule, der Service des Mittagessens und die
Milchversorgung werden von Fremdfirmen übernommen.
Schüler
Unsere 273 Kinder lernen in 12 Klassen, jeweils
drei pro Klassenstufe 1 - 4.
Lehrer
16 Lehrerinnen und 3 Gastlehrerinnen unterrichten an unserer
Grundschule.
Förderverein
In einer Elternratsversammlung Ende des Jahres 1992 wurde die Idee
geboren, einen Förderverein für die Schule zu gründen.
Er heißt jetzt “Verein der Freunde und Förderer der Grundschule Poisental
e.V.“.
Als wichtige Ziele wurden festgeschrieben:
-
die Unterstützung bei der schrittweisen Profilierung der Schule und der
altersgerechten Gestaltung des Schulgebäudes und des Schulgeländes
-
die
Ergänzung von Lehr- und Lernmitteln
-
die Unterstützung von kulturellen
und sportlichen Veranstaltungen.
Der Vorstand des Fördervereines besteht aus Eltern, Lehrerinnen und der
Sekretärin: dem Vorsitzenden, dem Stellvertreter, dem Kassenwart, dem
Schriftführer sowie der Schulleiterin.
Jährlich einmal findet eine Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand tagt
2- oder 3mal im Jahr. Es wird beraten, was vom Förderverein angeschafft
wird oder wo der Förderverein unterstützen kann.
Zusammenarbeit
Kooperationspartner sind außer der Verkehrswacht, dem
Umweltzentrum und der Kinderbibliothek auch die psychologische
Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt, eine Logopädin und eine
Ergotherapeutin.
Besonderheiten
- Für
Kinder mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt
"SPRACHE" ist eine Integration auch für Kinder aus
anderen Schulen möglich
- der katholische RELIGIONSUNTERRICHT, auch für Kinder umliegender Schulen
- eine Außenstelle der MUSIKSCHULE Freital, die an einigen Tagen in der
Woche den Kindern
die Möglichkeit zum Erlernen verschiedener Instrumente anbietet
2.2. Innere Organisation
Zeit
Schulbeginn ist 8:00 Uhr oder 9:00 Uhr. In der Regel wird jeweils 45 Minuten
unterrichtet. In den Pausen von 8:45
Uhr – 9:00 Uhr und von 9:45 Uhr - 10:00 Uhr können die Kinder
sich auf dem Hof erholen oder frühstücken. Eine weitere kleine
Pause ist von 10:45 Uhr - 10:50 Uhr. 11:35 Uhr – 11:55 Uhr und
12:40Uhr – 13:00Uhr sind Mittagspausen. Von 11:55 Uhr - 12:40 Uhr
und 13:00 Uhr – 13:45 Uhr liegen die 5. und 6.
Unterrichtsstunde, in der 4. Klasse ist durch Überbelegung der
Turnhalle einmal in der Woche eine 7. Stunde Sportunterricht
notwendig, die Kinder kommen dann aber erst 9:00 Uhr zur Schule.
Ein Lehrer je Etage, zwei
Lehrer zur Hofpause sowie ein Lehrer im Essenraum
beaufsichtigen die Kinder während der Pausen.
Lernformen
Wir versuchen, immer mehr Frontalunterricht durch offene Lernformen, wie
z.B. Freiarbeit, Partner- und Gruppenarbeit, Arbeit nach Wochenplan, Stationenlernen,
Werkstattunterricht oder Morgenkreis zu ersetzen.
Einen hohen Stellenwert haben bei uns Projekttage.
Das Lernen ist freudbetont und ergebnisorientiert und erfolgt mit allen
Sinnen.
Fremdsprachen
Das Fach Englisch
wird in den 3. und 4. Klassen von einer Kollegin mit
abgeschlossener Englischausbildung unterrichtet. Dort lernen
die Kinder erlebnis- und handlungsbetont die Begegnung mit
einem fremden Land, einer fremden Kultur und einer fremden
Sprache kennen.
Französisch
wird ab Klasse 3, Englisch in Klasse 2 im Rahmen der
Ganztagsangebote (GTA)
angeboten.
Medienerziehung
1995-1998 waren wir am Modellversuch "Differenzierte Medienpädagogik als
Element allgemeiner Bildung" beteiligt. Seitdem arbeiten wir verstärkt
medienerzieherisch nach einem Rahmenplan, der im letzten Jahr unseres
Modellversuches aus den Erfahrungen erstellt wurde. Diese Erfahrungen
wurden im neuen Lehrplan sachsenweit integriert.
Unterrichtsmittel
Unsere Grundschule ist sehr gut mit Unterrichtsmitteln ausgestattet. Dies ist
durch die Stadt Freital und den Förderverein möglich geworden. So konnten wir auch
Materialien für die Freiarbeit anschaffen, um das Lernen mit allen Sinnen
und das freudbetonte, spielerische Lernen weiter zu fördern. In jedem
Klassenzimmer stehen zwei internetfähig Computer.
Zusammenarbeit mit Eltern
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ist unerlässlich. Neben der
Mitwirkung in den schulischen Gremien wie Elternrat und Schulkonferenz
werden die Eltern auch bei Schulfesten, Projekttagen und Wandertagen
willkommen. Jährlich finden neben den Elternabenden noch ein bis zwei
Elternsprechstunden statt, die gern und rege besucht werden.
Immer im Frühjahr ist ein
offener Elternabend, den wir für alle Eltern unserer Schule zu einem
entsprechenden Thema anbieten.
Zusammenarbeit mit anderen Schulen
Die Bildungsberatung ist eine wichtige Aufgabe für jeden Klassenlehrer wie
auch für den Beratungslehrer.
Sollte ein Kind nicht erfolgreich in der Grundschule lernen können, so
wird gemeinsam mit den Eltern nach dem bestmöglichen Bildungsweg gesucht.
Das kann bei einem Schüler mit Problemen im Lesen und Rechtschreiben nach
dem ersten Halbjahr der 2. Klasse die Vorstellung in der Freitaler
Glückauf-Grundschule in Zauckerode sein. Sollte sich durch die Diagnostik
erweisen, dass der Schüler eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) hat, so
erhalten die Eltern das Angebot, dass ihr Kind eine LRS-Klasse dieser
Schule besucht. Es wird zwei Jahre lang in der 3. Klasse mit intensiver
fachlicher Förderung lernen.
Sollte ein Kind große Lernschwierigkeiten im Deutsch- und
Mathematikunterricht haben, so wäre eine Diagnostik in der Schule zur
Lernförderung in Freital-Döhlen ratsam. Erfolgt der Schritt zur
Förderschule frühzeitig, ist auch eine Wiedereingliederung an der
Grundschule möglich, wenn das Kind durch gezielte Förderung wieder
erfolgreicher lernt.
In der 3. und 4. Klasse werden individuelle Elterngespräche und Beratungen
zur weiteren Schullaufbahn geführt. Die Bildungsempfehlung ist ein
wichtiger Schritt zu den weiterführenden Bildungseinrichtungen. Jedes Jahr
im Januar findet ein Elternabend in den 4. Klassen statt. Dort stellen
die Schulleiter weiterführender Schulen ihre Schulen vor und
beantworten Fragen der Eltern.
Zusammenarbeit mit Kindergärten und Hort
Es existiert eine
enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten in unserem Grundschulbereich
sowie mit dem Hort. Das betrifft den inhaltlichen und den
organisatorischen Bereich. Eine Koordinierungsvereinbarung zwischen dem
Kindergarten Mühlenwichtel, Rotkopf-Görg, Hort Waldblick und der
Grundschule legt die monatlichen Ziele und Inhalte fest. Die Beratungslehrerin spricht jedes Jahr in einem Elternabend der
Kindergärten über die Schulfähigkeit und gibt den Eltern Hinweise zur
Vorbereitung auf den neuen Lebensabschnitt. Die zukünftigen Schulanfänger
besuchen auch schon zu verschiedenen Projekten die Schule. Kinder anderer
Kindergärten, die bei uns eingeschult werden, erhalten die
Möglichkeit an einer Schnupperstunde der 1. Klasse
teilzunehmen.
Jedes
Grundschulkind kann von 6:00 Uhr bis 17:00 Uhr den Hort im Schulgelände (Anbau der
Waldblick-Mittelschule) besuchen. Vielfältige Aktivitäten fördern und
fordern die Kinder am Nachmittag. Ein Kooperationsvertrag regelt das
Miteinander im Rahmen der GTA.
Außerunterrichtliche Arbeit
Unsere Schule hat
seit dem Schuljahr 2007/08 montags, dienstags und donnerstags unter dem
Motto „Mit Freude lernen“ Ganztagsangebote.
Im Modul 1
werden Förderangebote in den Bereichen Hausaufgaben, Dyskalkulie, Lesen, Mathematik, Sport,
Migranten, Englisch und Schach angeboten.
Im Modul 2
wird das Umweltprojekt „Grünspechte“ durch freie Mitarbeiter
des Umweltzentrums Freital angeboten. Außerdem steht das
Projekt "Computer und Fotografie" zur Wahl.
Im
Modul 3 sind folgende Arbeitsgemeinschaften
zu finden: Chor, Laienspiel, Sport, Fußball, Jonglieren
und Akrobatik, Französisch, Klöppeln, Handwerk, Kunst,
Junge Sanitäter, Kreative Holzgestaltung, Basteln und
Computer. |
3. Pädagogisches Konzept der Schule
3.1. Gesamtkonzept
Schulhaus
Wichtig ist für die Kinder wie auch für die Lehrer eine Lernumgebung des
Wohlfühlens. Bereits das Foyer der Schule ist einladend gestaltet. Ein
Baum, an die Wand gemalt, je nach Jahreszeit mit Zuckertüten, Äpfeln,
Schnee oder Blüten verziert, bildet eine kindgerechte Kulisse. Auch die
Gänge und Zimmer sind liebevoll dekoriert. Häufig werden dazu auch die
Arbeitsergebnisse der Schüler verwendet. In der 1. Etage lädt ein Aquarium
die Kinder zum Verweilen ein, in der 2. Etage werden Werkstücke der Kinder
ausgestellt. Zum Einlass ertönt Musik.
Vorbereitung auf weiterführende Schulen
In der Regel führt ein Klassenlehrer an unserer Schule seine Klasse von
der 1. bis zur 4. Klasse. Deutsch und Sachunterricht bleiben meist in der
Hand des Klassenlehrers. Die anderen Fächer werden durch Fachlehrer
unterrichtet. So können sich die Schüler allmählich an einen Wechsel von
wichtigen Bezugspersonen gewöhnen. Dadurch fällt ihnen die Umstellung auf
viele Fachlehrer in Klasse 5 leichter. Außerdem leisten mehrere Lehrer,
die die Kinder sehr gut kennen, die bestmögliche Beratung für den weiteren
Bildungsweg.
Unterrichtsmethoden
Das Lernen in der Grundschule erfolgt mit allen Sinnen. Durch
Frontalunterricht wird bewusstes Lernen und
Leistungsbereitschaft erreicht. An geeigneten Stellen des
Unterrichtes bieten wir den Schülern aber
Freiarbeitsmöglichkeiten oder Arbeit in Gruppen an. Auch der
Werkstattunterricht hat seinen festen Platz, in der 1.
Jahrgangsstufe werden mindestens sechs in den Jahrgangsstufen 2, 3
und 4 mindestens sieben Werkstätten pro Jahr bearbeitet. Es gibt
eine Projektwoche im Jahr, in der alle Kinder an einem Thema
arbeiten.
Medien
Integrative Medienerziehung wird in allen Klassen angeboten.
Besondere Aufmerksamkeit wird der Leseförderung geschenkt. In
der 2. Klasse wird nach einem gemeinsamen Besuch der
Kinderbibliothek eine Leseecke eingerichtet. Eine
Schulbücherei ist entstanden, in der Bücher ausgeliehen werden
können.
In unserer Grundschule gibt es in
jedem Klassenzimmer zwei Computer, alle Klassen haben einen
Internetzugang. Im Computerraum sind 14 Notebooks, die im
Förderunterricht zur differenzierten Arbeit genutzt werden.
Fortbildung
Sich ständig fortzubilden, ist eine der wichtigsten Aufgaben
unserer Zeit und für jede unserer Lehrerinnen
selbstverständlich. Deshalb werden die Fortbildungen in den
jährlichen Mitarbeitergesprächen mit der Schulleiterin
besprochen und evaluiert. Neben regionalen Fortbildungen spielen
schulinterne Lehrerfortbildungen (SCHILF) bei uns eine wichtige
Rolle.
Fachzirkel
An unserer Schule bestehen sechs Fachzirkel: Deutsch, Mathematik, Werken, Kunsterziehung, Sport
und Musik. Auch in diesen Zusammenkünften steht die Fortbildung im
jeweiligen Fach an erster Stelle. Weiterhin wird der Pflege von
Traditionen, der Teilnahme an Wettbewerben, der weiteren Ausgestaltung des
Schulhauses, der Bewertung und Zensierung fachspezifisch sowie der
Gestaltung offener Unterrichtsformen große Bedeutung beigemessen.
Um diese Arbeit auch klassenstufenspezifisch gestalten zu
können, treffen sich die in einer Klassenstufe unterrichtenden
Lehrerinnen zu regelmäßigen Teamtagen.
Traditionen
Ein großes Schulfest unter Einbeziehung der Öffentlichkeit findet aller
fünf Jahre statt. Jährlich gibt es ein Sportfest sowie
“Hochsprung mit Musik”, Staffelwettkämpfe für die 1. und 2.
Klassen und ein Zweifelderballturnier für die 3. und 4.
Klassen.
Unsere musisch-kulturellen
Initiativen sind schon zur Tradition geworden. So gehören das
Weihnachtsprogramm mit -markt und das Frühlingssingen zu den
Höhepunkten im Schuljahr. Vor den Ferien stimmt der Chor beim
Treppensingen die Kinder auf die Ferienzeit ein.
Auch die vom Elternrat
organisierte Lesenacht ist schon zur schönen Tradition
geworden.
3.2. Medienkompetenz
Seit der Teilnahme
am BLK-Modellversuch "Differenzierte Medienerziehung als Element
allgemeiner Bildung", der in Sachsen und Nordrhein-Westfalen 1995-1998
Jahr lief, arbeiten wir an diesem besonderen Schwerpunkt. Mit dem
wissenschaftlichen Begleiter Professor Tulodziecki an der Seite erprobten
wir, an welchen Stellen des Lehrplanes sich integrative Medienerziehung
nicht nur bruchstückhaft, sondern in Projekten oder fächerübergreifend
anbot, um bei den Kindern mehr Medienkompetenz zu erreichen. Die
Ergebnisse wurden am Ende der drei Modellversuchsjahre in Form von
Dokumentationen zur Verfügung gestellt. Im neuen Lehrplan sind wesentliche
Bereiche der Medienerziehung verankert und somit für alle sächsischen
Schulen verbindlich.
Unser Ziel: Ausprägung von Medienkompetenz
Unsere
Schüler sollen lernen, Medien sachgerecht und kritisch zu
beurteilen sowie selbstbestimmt,
verantwortungsbewusst und kreativ zu nutzen und zu gestalten.
Maßnahmen unserer Schule, um diesem Anspruch gerecht zu
werden:
- Medienangebote sinnvoll auszuwählen
- eigene Medien zu gestalten und zu verbreiten
- Mediengestaltungen zu verstehen und zu bewerten
- Medieneinflüsse zu erkennen und aufzuarbeiten
-
Medien sind von grundlegender Bedeutung für Lernprozesse
überhaupt. In unserer neuen Lernkultur stehen die Medien
im Vordergrund, die die Eigeninitiative der Schülerinnen
und Schüler fördern und fordern und selbstgesteuerte
Lernprozesse ermöglichen, dies geschieht an allen
geeigneten Stellen des Unterrichtes.
- Alle
Kolleginnen nahmen an einem Computer-Lehrgang teil und
bilden sich in schulinternen Lehrerfortbildungen am PC
unter Leitung eines pädagogischen IT-Koordinators (PITKo)
weiter.
-
Nutzung der Notebooks im Förderunterricht der Klassen 3
und 4
-
Einbeziehung des Computers im Klassenzimmer an
geeigneten Stellen des Unterrichtes
- alle
Zimmer sind vernetzt, die Computer werden häufig genutzt
3.3. Begabtenförderung
Im Oktober 1999 begannen wir mit der besonderen Förderung begabter
Schülerinnen und Schüler.
Die Erkenntnisse des Praxisforums „Begabtenförderung“ der
Bertelsmann-Stiftung vom 24. – 27. September 2003 in der Universität
Münster, an dem zwei Kolleginnen teilnahmen, setzten wir zügig um.
Unser Ziel: Unterschiedliche Begabungen frühzeitig erkennen, gezielt und
dauerhaft fördern, um allen Kindern ein freudvolles Lernen zu
sichern.
Maßnahmen unserer Schule, diesem Anspruch gerecht zu werden:
-
Diagnostik
- Interessenfragebogen (für 1. und 2. Klasse, für 3. und 4. Klasse)
-
Elternfragebogen
-
Beobachtungsbogen 1 und 2 für Klassenlehrer
-
Beratung und Betreuung
-
Individualisierung des Unterrichts
- Größere Flexibilität der Lernmethoden und freie Wahl der Wege zum
Ziel
- Wählen können aus einer breiten Menge unterschiedlich komplexer
Aufgaben
- Orientierung an persönlichen Ressourcen
- an Stärken und nicht an Defiziten orientieren
-
Beschleunigung (frühzeitige Einschulung, Überspringen)
- Anreicherung (AG, Projekte, Lernverträge, Portfolios, Wettbewerbe)
3.4. Sprachförderung
Unser Ziel:
Kinder mit dem Förderschwerpunkt „Sprache“ sollen durch eine
Zusammenarbeit mit der Schule zur Lernförderung Freital so
gefördert werden, dass spätestens bis zum Ende der
Grundschulzeit die Defizite der Sprache behoben sind.
Maßnahmen
unserer Schule, um diesem Anspruch gerecht zu werden:
Methoden
- handlungsorientiertes
und – kommentiertes Lernen und Arbeiten
- kommunikationsfördernde
Unterrichtseinheiten
- Berücksichtigung der
Hörverarbeitungsschwäche und Schwäche der auditiven
Aufmerksamkeit
- Methoden zur
Unterstützung des Schriftspracherwerbs und gezieltes
Training der phonologischen Bewusstheit
3.5. Gesundheitsförderung
Bildung, Gesundheit und deren
Förderung sind ein lebenslanger Prozess. Wir bereiten unsere
Kinder durch bestmögliche Bildung und Stärkung der
Persönlichkeit auf ein gesundes und leistungsfähiges Leben
sowohl im Kindesalter wie auch in späteren Lebensphasen vor.
Unser Ziel:
Gesundheit unserer Grundschulkinder jetzt und später
Maßnahmen
unserer Schule, um diesem Anspruch gerecht zu werden:
- Förderung von
Lebenskompetenz
- gesunde Ernährung
- viel Bewegung
- Suchtprävention
- Sprachförderung aller
Kinder
- Lehrergesundheit
Methoden
3.6. Wertevermittlung
Der Projekttag
“Werte“ im Oktober 1999 gab den Startschuss. Noch stärker und vielfältiger
als bisher wollen wir Werte wie Höflichkeit, Ehrlichkeit, Toleranz,
gewaltfreie Konfliktlösung, Fairness und Hilfsbereitschaft, Achtung vor
dem Alter und der Arbeit anderer sowie das Umweltbewusstsein in den
Mittelpunkt der Erziehungsarbeit an unserer Grundschule stellen.
Unser
Ziel: Stärkung
der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler sowie Schätzen der
materiellen und ideellen Werte.
Maßnahmen
unserer Schule, diesem Anspruch gerecht zu werden:
-
In jeder Unterrichtsstunde
und jeder Pause wird auf höfliche Umgangsformen und auf das Wahren von
ideellen und materiellen Werten geachtet.
-
Ab Schuljahr 2002/03
Bildung eines Schülerrates
-
Wahl eines
Klassensprechers und Stellvertreters in den 3. und 4. Klassen zu
Beginn eines jeden Schuljahres
-
Treffen des Schülerrates bei der
Schulleiterin einmal im Schulhalbjahr
-
Kontrolle der
Klassenzimmer und der Garderoben auf Ordnung und Sauberkeit in
Verantwortung des Klassenleiters
-
Auswertung der
Inhalte des Briefkastens im Eingangsbereich, der zu Ideen,
Vorschlägen und Kritiken anregen soll
-
Intensiver
Dialog mit den Eltern: Hilfestellung durch themenorientierte
Elternabende, Einbeziehen in Projekttage oder zu Sachthemen des
Unterrichtes
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