Schulprogramm der Grundschule Poisental

 
Schule wird, wenn sie Kinder und Jugendliche wieder erreichen will, wohl auch einen anderen Umgang mit der Zeit lernen müssen. Sie muss die Langsamkeit wieder entdecken, wenn Kinder und Jugendliche zu sich finden sollen, muss Situationen schaffen, die zum Innehalten, zum genauen Hinsehen zwingen, die die lebendige Anschauung und eigene Erfahrung vor den schnellen Wechsel der Bilder und Themen, vor den Begriff und die fertige Erkenntnis setzen.

Pädagogisches Konzept der Grundschule Poisental

Unser Schulprogramm legt in verbindlicher Weise die für die schulische Bildungs- und Erziehungsarbeit notwendigen Zielsetzungen sowie entsprechende Maßnahmen und Arbeitsschritte zur Umsetzung fest.

Gliederung:

  1. Vorwort  
  2. Rahmenbedingungen  
  2.1.     Äußere Bedingungen  
  2.2.     Innere Organisation  
  3. Pädagogisches Konzept der Schule  
  3.1.     Gesamtkonzept  
  3.2.     Medienkompetenz  
  3.3.     Begabtenförderung  
  3.4.     Sprachförderung  
  3.5.     Gesundheitsförderung  
  3.6.     Wertevermittlung  
  4. Schlusswort  

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1.Vorwort

Seit 1992 gibt es für die Kinder der 1.- 4. Klassen in Sachsen die neue Schulart "Grundschule". Auch unsere Grundschule in Freital-Deuben hat sich wie viele andere in den bestehenden Jahren als ein Lebensraum für Kinder entwickelt, in dem es sich mit Freude lernen lässt.
Im Sommer 2000 sind wir in das jetzt 133-jährige Gebäude auf die Poisentalstraße 79 umgezogen. Wir gaben uns dabei den Namen Grundschule Poisental.
Unsere Grundschule knüpft an den vorschulischen Erlebnis- und Erfahrungshorizont der Kinder an und führt sie vom altersbedingten, natürlichen Spieltrieb nach und nach zu bewusstem Lernen und zur Leistungsbereitschaft. Ganz allmählich müssen sich die Kinder an Ordnungs- und Lebensformen der Grundschule gewöhnen. Die Vielfalt an Betätigungsmöglichkeiten eröffnet den Schülerinnen und Schülern dabei erfolgreiches Lernen.
Durch differenzierte Unterrichtsmethoden wie Partner- und Gruppenarbeit, Freiarbeit, aber auch Projektunterricht wird die Grundschule der Lebensvielfalt, den Lebenseinstellungen, den Verhaltensweisen und Leistungsmöglichkeiten aller Schüler gerecht.
Jede Lehrerin führt die Kinder durch ihr engagiertes, individuelles Handeln zu den verbindlichen Zielen und Inhalten des Lehrplanes, hat aber auch pädagogische Freiräume, die in jeder Schule mit besonderen Schwerpunkten versehen sind. Das Schulprogramm stellt dabei eine Orientierung unter Beachtung der Spezifik der Schule und der Rahmenbedingungen dar.

Wir stellen für die Arbeit in unserer Schule fünf Hauptziele in den Mittelpunkt:

1. Medienkompetenz
Medien sind von grundlegender Bedeutung für Lernprozesse überhaupt. In unserer neuen Lernkultur stehen die Medien im Vordergrund, die die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler fördern und fordern und selbstgesteuerte Lernprozesse ermöglichen.

2. Begabtenförderung
Besondere Zuwendung erhalten schon von jeher die Kinder, denen das Lernen schwer fällt. Seit Oktober 1999 begannen wir nun auch der Förderung begabter Schülerinnen und Schüler besonderes Augenmerk zu schenken. Durch das „Netzwerk innovativer Schulen“ der Bertelsmann-Stiftung, dem wir angehören, können wir von den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Begabtenförderung national sowie international profitieren. Wir nutzen dabei das Material „Lichtblick für helle Köpfe“ von Jo
ëlle Huser.

3. Sprachförderung
Die Integration von Schülerinnen und Schülern im Förderschwerpunkt „Sprache“ in Kooperation mit der Schule zur Lernförderung Freital kommt als weiterer Baustein ab Schuljahr 2005/06 hinzu.

4. Gesundheitsförderung
Wir verstehen Bildung, Gesundheit und deren Förderung als lebenslangen Prozess. Wir bereiten unsere Kinder durch bestmögliche Bildung auf ein gesundes und leistungsfähiges Leben sowohl im Kindesalter wie auch in späteren Lebensphasen vor. Am 3. März 2010 wurden unsere Leistungen in diesem Bereich
von der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. ausgezeichnet. Seit dieser Zertifizierung tragen wir als erste Grundschule im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge den Titel "Gesunde Schule".

5. Wertevermittlung
Besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Erziehung zu höflichen Verhaltensweisen und einem freundlichen Umgangston, zu Achtung und Toleranz. Die Schülervertreter der Klassen arbeiten dabei aktiv mit.
Der Wertevermittlung wird in allen Bereichen besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

 

 

Gudrun Haufe
Schulleiterin

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Wollen wir unsere Ziele erreichen, so müssen wir uns kritisch die Rahmenbedingungen dafür anschauen. Dabei betrachten wir uns zuerst die äußeren Bedingungen und dann die innere Organisation, zu denen auch die Arbeit mit den Eltern, die Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen sowie die außerunterrichtliche Arbeit gehört.

2. Rahmenbedingungen
2.1. Äußere Bedingungen


Lehrpläne
Die wesentlichsten äußeren Bedingungen bilden das Schulgesetz, die neuen Lehrpläne ab Schuljahr 2004/05 (überarbeitet 2009) und die Stundentafel.

Lage
Im Stadtteil Niederhäslich, auf der Poisentalstraße 79, findet man unsere Grundschule an der
S 36 gelegen.
Zum Schulgelände gehören ein Schulhof mit Tischtennisplatte, Spielehaus, Mal- und Ballwand, ein Biotop, ein Schulgarten und eine Turnhalle.

Schulbezirk
Unser Schulbezirk ist ein Teil der Stadt Freital. Ab Schuljahr 2010/11 umfasst er die Stadtteile Deuben, Niederhäslich und Hainsberg.

Schulträger
Schulträger ist die Stadt Freital. Ihm sind auch die Sekretärin und der Hausmeister unterstellt.
Die Reinigung der Grundschule, der Service des Mittagessens und die Milchversorgung werden von Fremdfirmen übernommen.

Schüler
Unsere 273 Kinder lernen in 12 Klassen, jeweils drei pro Klassenstufe 1 - 4.

Lehrer
16 Lehrerinnen und 3 Gastlehrerinnen unterrichten an unserer Grundschule.

Förderverein
In einer Elternratsversammlung Ende des Jahres 1992 wurde die Idee geboren, einen Förderverein für die Schule zu gründen.

Er heißt jetzt “Verein der Freunde und Förderer der Grundschule Poisental e.V.“.
Als wichtige Ziele wurden festgeschrieben:

  • die Unterstützung bei der schrittweisen Profilierung der Schule und der altersgerechten Gestaltung des Schulgebäudes und des Schulgeländes
  • die Ergänzung von Lehr- und Lernmitteln
  • die Unterstützung von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen.

Der Vorstand des Fördervereines besteht aus Eltern, Lehrerinnen und der Sekretärin: dem Vorsitzenden, dem Stellvertreter, dem Kassenwart, dem Schriftführer sowie der Schulleiterin.
Jährlich einmal findet eine Mitgliederversammlung statt. Der Vorstand tagt 2- oder 3mal im Jahr. Es wird beraten, was vom Förderverein angeschafft wird oder wo der Förderverein unterstützen kann.

Zusammenarbeit
Kooperationspartner sind außer der Verkehrswacht, dem Umweltzentrum und der Kinderbibliothek auch die psychologische Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt, eine Logopädin und eine Ergotherapeutin.

Besonderheiten

  • Für Kinder mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "SPRACHE" ist eine Integration auch für Kinder aus anderen Schulen möglich
  • der katholische RELIGIONSUNTERRICHT, auch für Kinder umliegender Schulen
  • eine Außenstelle der MUSIKSCHULE Freital, die an einigen Tagen in der Woche den Kindern die Möglichkeit zum Erlernen verschiedener Instrumente anbietet

2.2. Innere Organisation

Zeit
Schulbeginn ist 8:00 Uhr oder 9:00 Uhr. In der Regel wird jeweils 45 Minuten unterrichtet.

In den Pausen von 8:45 Uhr – 9:00 Uhr und von 9:45 Uhr - 10:00 Uhr können die Kinder sich auf dem Hof erholen oder frühstücken. Eine weitere kleine Pause ist von 10:45 Uhr - 10:50 Uhr. 11:35 Uhr – 11:55 Uhr und 12:40Uhr – 13:00Uhr sind Mittagspausen. Von 11:55 Uhr - 12:40 Uhr und 13:00 Uhr – 13:45 Uhr liegen die 5. und 6. Unterrichtsstunde, in der 4. Klasse ist durch Überbelegung der Turnhalle einmal in der Woche eine 7. Stunde Sportunterricht notwendig, die Kinder kommen dann aber erst 9:00 Uhr zur Schule.

Ein Lehrer je Etage, zwei Lehrer zur Hofpause sowie ein Lehrer im Essenraum beaufsichtigen die Kinder während der Pausen.

Lernformen
Wir versuchen, immer mehr Frontalunterricht durch offene Lernformen, wie z.B. Freiarbeit, Partner- und Gruppenarbeit, Arbeit nach Wochenplan, Stationenlernen, Werkstattunterricht oder Morgenkreis zu ersetzen.
Einen hohen Stellenwert haben bei uns Projekttage. Das Lernen ist freudbetont und ergebnisorientiert und erfolgt mit allen Sinnen.

Fremdsprachen
Das Fach Englisch wird in den 3. und 4. Klassen von einer Kollegin mit abgeschlossener Englischausbildung unterrichtet. Dort lernen die Kinder erlebnis- und handlungsbetont die Begegnung mit einem fremden Land, einer fremden Kultur und einer fremden Sprache kennen.

Französisch wird ab Klasse 3, Englisch in Klasse 2 im Rahmen der Ganztagsangebote (GTA) angeboten.

Medienerziehung
1995-1998 waren wir am Modellversuch "Differenzierte Medienpädagogik als Element allgemeiner Bildung" beteiligt. Seitdem arbeiten wir verstärkt medienerzieherisch nach einem Rahmenplan, der im letzten Jahr unseres Modellversuches aus den Erfahrungen erstellt wurde. Diese Erfahrungen wurden im neuen Lehrplan sachsenweit integriert.

Unterrichtsmittel
Unsere Grundschule ist sehr gut mit Unterrichtsmitteln ausgestattet. Dies ist durch die Stadt Freital und den Förderverein möglich geworden. So konnten wir auch Materialien für die Freiarbeit anschaffen, um das Lernen mit allen Sinnen und das freudbetonte, spielerische Lernen weiter zu fördern. In jedem Klassenzimmer stehen zwei internetfähige Computer.

Zusammenarbeit mit Eltern
Eine enge Zusammenarbeit mit dem Elternhaus ist unerlässlich. Neben der Mitwirkung in den schulischen Gremien wie Elternrat und Schulkonferenz sind die Eltern auch bei Schulfesten, Projekttagen und Wandertagen willkommen. Jährlich finden neben den Elternabenden noch ein bis zwei Elternsprechstunden statt, die gern und rege besucht werden.
Immer im Frühjahr ist ein offener Elternabend, den wir für alle Eltern unserer Schule zu einem entsprechenden Thema anbieten, geplant.

Zusammenarbeit mit anderen Schulen
Die Bildungsberatung ist eine wichtige Aufgabe für jeden Klassenlehrer wie auch für den Beratungslehrer.
Sollte ein Kind nicht erfolgreich in der Grundschule lernen können, so wird gemeinsam mit den Eltern nach dem bestmöglichen Bildungsweg gesucht.
Das kann bei einem Schüler mit Problemen im Lesen und Rechtschreiben nach dem ersten Halbjahr der 2. Klasse die Vorstellung in der Freitaler Glückauf-Grundschule in Zauckerode sein. Sollte sich durch die Diagnostik erweisen, dass der Schüler eine Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) hat, so erhalten die Eltern das Angebot, dass ihr Kind eine LRS-Klasse dieser Schule besucht. Es wird zwei Jahre lang in der 3. Klasse mit intensiver fachlicher Förderung lernen.
Sollte ein Kind große Lernschwierigkeiten im Deutsch- und Mathematikunterricht haben, so wäre eine Diagnostik in der Schule zur Lernförderung in Freital-Döhlen ratsam. Erfolgt der Schritt zur Förderschule frühzeitig, ist auch eine Wiedereingliederung an der Grundschule möglich, wenn das Kind durch gezielte Förderung wieder erfolgreicher lernt.

In der 3. und 4. Klasse werden individuelle Elterngespräche und Beratungen zur weiteren Schullaufbahn geführt. Die Bildungsempfehlung ist ein wichtiger Schritt zu den weiterführenden Bildungseinrichtungen. Jedes Jahr im Januar findet ein Elternabend in den 4. Klassen statt. Dort stellen die Schulleiter weiterführender Schulen ihre Schulen vor und beantworten Fragen der Eltern.

Zusammenarbeit mit Kindergärten und Hort
Es existiert eine enge Zusammenarbeit mit den Kindergärten in unserem Grundschulbereich sowie mit dem Hort. Das betrifft den inhaltlichen und den organisatorischen Bereich. Eine Koordinierungsvereinbarung zwischen dem Kindergarten Mühlenwichtel, Rotkopf-Görg, Hort Waldblick und der Grundschule legt die monatlichen Ziele und Inhalte fest. Die Beratungslehrerin spricht jedes Jahr in einem Elternabend der Kindergärten über die Schulfähigkeit und gibt den Eltern Hinweise zur Vorbereitung auf den neuen Lebensabschnitt. Die zukünftigen Schulanfänger besuchen auch schon zu verschiedenen Projekten die Schule. Kinder anderer Kindergärten, die bei uns eingeschult werden, erhalten die Möglichkeit an einer Schnupperstunde der 1. Klasse teilzunehmen.
Jedes Grundschulkind kann von 6:00 Uhr bis 17:00 Uhr den Hort im Schulgelände (Anbau der Waldblick-Mittelschule) besuchen. Vielfältige Aktivitäten fördern und fordern die Kinder am Nachmittag. Ein Kooperationsvertrag regelt das Miteinander im Rahmen der GTA.

Außerunterrichtliche Arbeit
Unsere Schule hat seit dem Schuljahr 2007/08 montags, dienstags und donnerstags unter dem Motto „Mit Freude lernen“ Ganztagsangebote.

 

Im Modul 1 werden Förderangebote in den Bereichen Lesen, Englisch und Schach angeboten.

Im Modul 2 wird das Umweltprojekt „Grünspechte“ durch freie Mitarbeiter des Umweltzentrums Freital angeboten. Außerdem steht das Projekt "Computer und Fotografie" zur Wahl.

Im Modul 3 sind folgende Arbeitsgemeinschaften zu finden: Chor, Laienspiel, Fußball, Jonglieren und Akrobatik, Klöppeln, Handwerk, Kunst, Junge Sanitäter, Kreative Holzgestaltung, Basteln und Computer.

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3. Pädagogisches Konzept der Schule
3.1. Gesamtkonzept

Schulhaus
Wichtig ist für die Kinder wie auch für die Lehrer eine Lernumgebung des Wohlfühlens. Bereits das Foyer der Schule ist einladend gestaltet. Ein Baum, an die Wand gemalt, je nach Jahreszeit mit Zuckertüten, Äpfeln, Schnee oder Blüten verziert, bildet eine kindgerechte Kulisse. Auch die Gänge und Zimmer sind liebevoll dekoriert. Häufig werden dazu auch die Arbeitsergebnisse der Schüler verwendet. In der 1. Etage lädt ein Aquarium die Kinder zum Verweilen ein, in der 2. Etage werden Werkstücke der Kinder ausgestellt. Zum Einlass ertönt Musik.

Vorbereitung auf weiterführende Schulen
In der Regel führt ein Klassenlehrer an unserer Schule seine Klasse von der 1. bis zur 4. Klasse. Deutsch und Sachunterricht bleiben meist in der Hand des Klassenlehrers. Die anderen Fächer werden durch Fachlehrer unterrichtet. So können sich die Schüler allmählich an einen Wechsel von wichtigen Bezugspersonen gewöhnen. Dadurch fällt ihnen die Umstellung auf viele Fachlehrer in Klasse 5 leichter. Außerdem leisten mehrere Lehrer, die die Kinder sehr gut kennen, die bestmögliche Beratung für den weiteren Bildungsweg.

Unterrichtsmethoden
Das Lernen in der Grundschule erfolgt mit allen Sinnen. Durch Frontalunterricht wird bewusstes Lernen und Leistungsbereitschaft erreicht. An geeigneten Stellen des Unterrichtes bieten wir den Schülern aber Freiarbeitsmöglichkeiten oder Arbeit in Gruppen an. Auch der Werkstattunterricht hat seinen festen Platz, in der 1. Jahrgangsstufe werden mindestens sechs in den Jahrgangsstufen 2, 3 und 4 mindestens sieben Werkstätten pro Jahr bearbeitet. Es gibt eine Projektwoche im Jahr, in der alle Kinder an einem Thema arbeiten.

Medien
Integrative Medienerziehung wird in allen Klassen angeboten.

Besondere Aufmerksamkeit wird der Leseförderung geschenkt. In der 2. Klasse wird nach einem gemeinsamen Besuch der Kinderbibliothek eine Leseecke eingerichtet. Eine Schulbücherei ist entstanden, in der Bücher ausgeliehen werden können.

In unserer Grundschule gibt es in jedem Klassenzimmer zwei Computer, alle Klassen haben einen Internetzugang. Im Computerraum sind 14 Notebooks, die im Förderunterricht zur differenzierten Arbeit genutzt werden.

Fortbildung
Sich ständig fortzubilden, ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit und für jede unserer Lehrerinnen selbstverständlich. Deshalb werden die Fortbildungen in den jährlichen Mitarbeitergesprächen mit der Schulleiterin besprochen und evaluiert. Neben regionalen Fortbildungen spielen schulinterne Lehrerfortbildungen (SCHILF) bei uns eine wichtige Rolle.

Fachzirkel
An unserer Schule bestehen sechs Fachzirkel: Deutsch, Mathematik, Werken, Kunsterziehung, Sport und Musik. Auch in diesen Zusammenkünften steht die Fortbildung im jeweiligen Fach an erster Stelle. Weiterhin wird der Pflege von Traditionen, der Teilnahme an Wettbewerben, der weiteren Ausgestaltung des Schulhauses, der Bewertung und Zensierung fachspezifisch sowie der Gestaltung offener Unterrichtsformen große Bedeutung beigemessen.
Um diese Arbeit auch klassenstufenspezifisch gestalten zu können, treffen sich die in einer Klassenstufe unterrichtenden Lehrerinnen zu regelmäßigen Teamtagen.

Traditionen
Ein großes Schulfest unter Einbeziehung der Öffentlichkeit findet aller fünf Jahre statt. Jährlich gibt es ein Sportfest sowie “Hochsprung mit Musik”, Staffelwettkämpfe für die 1. und 2. Klassen und ein Zweifelderballturnier für die 3. und 4. Klassen.

Unsere musisch-kulturellen Initiativen sind schon zur Tradition geworden. So gehören das Weihnachtsprogramm mit -markt und das Frühlingssingen zu den Höhepunkten im Schuljahr. Vor den Ferien stimmt der Chor beim Treppensingen die Kinder auf die Ferienzeit ein.

Auch die vom Elternrat organisierte Lesenacht ist schon zur schönen Tradition geworden.

3.2. Medienkompetenz
Seit der Teilnahme am BLK-Modellversuch "Differenzierte Medienerziehung als Element allgemeiner Bildung", der in Sachsen und Nordrhein-Westfalen 1995-1998 Jahr lief, arbeiten wir an diesem besonderen Schwerpunkt. Mit dem wissenschaftlichen Begleiter Professor Tulodziecki an der Seite erprobten wir, an welchen Stellen des Lehrplanes sich integrative Medienerziehung nicht nur bruchstückhaft, sondern in Projekten oder fächerübergreifend anbot, um bei den Kindern mehr Medienkompetenz zu erreichen. Die Ergebnisse wurden am Ende der drei Modellversuchsjahre in Form von Dokumentationen zur Verfügung gestellt. Im neuen Lehrplan sind wesentliche Bereiche der Medienerziehung verankert und somit für alle sächsischen Schulen verbindlich.

Unser Ziel: Ausprägung von Medienkompetenz
Unsere Schüler sollen lernen, Medien sachgerecht und kritisch zu beurteilen sowie                   selbstbestimmt, verantwortungsbewusst und kreativ zu nutzen und zu gestalten.

Maßnahmen unserer Schule, um diesem Anspruch gerecht zu werden:

  • Integration der medienerzieherischen Arbeit in der Projektwoche, dabei werden die Kinder befähigt:

          - Medienangebote sinnvoll auszuwählen

          - eigene Medien zu gestalten und zu verbreiten

          - Mediengestaltungen zu verstehen und zu bewerten

          - Medieneinflüsse zu erkennen und aufzuarbeiten

  • Medien sind von grundlegender Bedeutung für Lernprozesse überhaupt. In unserer neuen Lernkultur stehen die Medien im Vordergrund, die die Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler fördern und fordern und selbstgesteuerte Lernprozesse ermöglichen, dies geschieht an allen geeigneten Stellen des Unterrichtes.
  • Alle Kolleginnen nahmen an einem Computer-Lehrgang teil und bilden sich in schulinternen Lehrerfortbildungen am PC unter Leitung eines pädagogischen IT-Koordinators (PITKo) weiter.
  • Nutzung der Notebooks im Förderunterricht der Klassen 3 und 4
  • Einbeziehung des Computers im Klassenzimmer an geeigneten Stellen des Unterrichtes
  • alle Zimmer sind vernetzt, die Computer werden häufig genutzt

3.3. Begabtenförderung

Im Oktober 1999 begannen wir mit der besonderen Förderung begabter Schülerinnen und Schüler.
Die Erkenntnisse des Praxisforums „Begabtenförderung“ der Bertelsmann-Stiftung vom 24. – 27. September 2003 in der Universität Münster, an dem zwei Kolleginnen teilnahmen, setzten wir zügig um.

Unser Ziel: Unterschiedliche Begabungen frühzeitig erkennen, gezielt und
dauerhaft fördern, um allen Kindern ein freudvolles Lernen zu sichern.

Maßnahmen unserer Schule, diesem Anspruch gerecht zu werden:

  • Diagnostik

    - Interessenfragebogen (für 1. und 2. Klasse, für 3. und 4. Klasse)

    - Elternfragebogen

    - Beobachtungsbogen 1 und 2 für Klassenlehrer

  • Beratung und Betreuung

  • Individualisierung des Unterrichts

    - Größere Flexibilität der Lernmethoden und freie Wahl der Wege zum Ziel

    - Wählen können aus einer breiten Menge unterschiedlich komplexer Aufgaben

    - Orientierung an persönlichen Ressourcen

    - an Stärken und nicht an Defiziten orientieren

  • Beschleunigung (frühzeitige Einschulung, Überspringen)

  • Anreicherung (AG, Projekte, Lernverträge, Portfolios, Wettbewerbe)

3.4. Sprachförderung 

Unser Ziel: Kinder mit dem Förderschwerpunkt „Sprache“ sollen durch eine Zusammenarbeit mit der Schule zur Lernförderung Freital so gefördert werden, dass spätestens bis zum Ende der Grundschulzeit die Defizite der Sprache behoben sind. 

Maßnahmen unserer Schule, um diesem Anspruch gerecht zu werden:

  • Unterstützung im Unterricht durch die Sprachlehrerinnen

  • Fortbildung aller Kolleginnen im förderspezifischen und didaktisch-methodischen Bereich
  • Werkstattunterricht mit sprachtherapeutischen Anteilen, um individuelle Lernangebote bereitzustellen
  • maximale Schülerzahl je Klasse 25
  • gute Team- und Elternarbeit
  • Arbeit nach Förderplänen, Aktualisierung mindestens 1x im Halbjahr

 Methoden 

  • handlungsorientiertes und – kommentiertes Lernen und Arbeiten
  • kommunikationsfördernde Unterrichtseinheiten
  • Berücksichtigung der Hörverarbeitungsschwäche und Schwäche der auditiven Aufmerksamkeit
  • Methoden zur Unterstützung des Schriftspracherwerbs und gezieltes Training der phonologischen Bewusstheit

3.5. Gesundheitsförderung

Bildung, Gesundheit und deren Förderung sind ein lebenslanger Prozess. Wir bereiten unsere Kinder durch bestmögliche Bildung und Stärkung der Persönlichkeit auf ein gesundes und leistungsfähiges Leben sowohl im Kindesalter wie auch in späteren Lebensphasen vor.

Unser Ziel: Gesundheit unserer Grundschulkinder jetzt und später

Maßnahmen unserer Schule, um diesem Anspruch gerecht zu werden:

  • Förderung von Lebenskompetenz
  • gesunde Ernährung
  • viel Bewegung
  • Suchtprävention
  • Sprachförderung aller Kinder
  • Lehrergesundheit

 Methoden 

  • enge Zusammenarbeit mit den Eltern in persönlichen Gesprächen und Fortbildungsangeboten in offenen Elternabenden

  • Zertifizierung als "Gesunde Schule"
  • Bewussmachen der richtigen Ernährung im Sachunterricht und in Projekten, z.B. "Haus der Sinne", "Das gesunde Frühstück"
  • Bereitstellung vielfältiger Bewegungsanreize zur Hofpause
  • Teilnahme am Programm der Gesundheitsförderung und Suchtprävention "Klasse 2000" und "Unsere Klasse is(s)t klasse!"
  • Achten auf Zahngesundheit durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen und Zahnpflegehinweise durch Zahnärzte
  • Bereitstellen von Trinkwasser am schuleigenen Trinkbrunnen
  • vielfältige Bewegungsangebote im Rahmen der GTA

3.6. Wertevermittlung

Der Projekttag “Werte“ im Oktober 1999 gab den Startschuss. Noch stärker und vielfältiger als bisher wollen wir Werte wie Höflichkeit, Ehrlichkeit, Toleranz, gewaltfreie Konfliktlösung, Fairness und Hilfsbereitschaft, Achtung vor dem Alter und der Arbeit anderer sowie das Umweltbewusstsein in den Mittelpunkt der Erziehungsarbeit an unserer Grundschule stellen.

Unser Ziel: Stärkung der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler sowie Schätzen der materiellen und ideellen Werte.

Maßnahmen unserer Schule, diesem Anspruch gerecht zu werden:

  • In jeder Unterrichtsstunde und jeder Pause wird auf höfliche Umgangsformen und auf das Wahren von ideellen und materiellen Werten geachtet.

  • Ab Schuljahr 2002/03 Bildung eines Schülerrates

  • Wahl eines Klassensprechers und Stellvertreters in den 3. und 4. Klassen zu Beginn eines jeden Schuljahres

  • Treffen des Schülerrates bei der Schulleiterin einmal im Schulhalbjahr
  • Kontrolle der Klassenzimmer und der Garderoben auf Ordnung und Sauberkeit in Verantwortung des Klassenleiters
  • Auswertung der Inhalte des Briefkastens im Eingangsbereich, der zu Ideen, Vorschlägen und Kritiken anregen soll
  • Intensiver Dialog mit den Eltern: Hilfestellung durch themenorientierte Elternabende, Einbeziehen in Projekttage oder zu Sachthemen des Unterrichtes

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4. Schlusswort

Dieses Schulprogramm beruht auf den gesammeltem Erfahrungen der ersten 18 Jahre seit Bestehens unserer Grundschule. Es setzt fünf Schwerpunkte und baut auf Traditionen auf. Jährlich einmal wird es schulintern evaluiert.
Zu einem Schulprogramm gehören aber auch Phantasien, Träume und weitere Vorhaben. Dieses Schulprogramm ist ein Arbeitspapier, wird auch weiterhin in der Diskussion bei Lehrerversammlungen, Elternratssitzungen und Schulkonferenzen bleiben und ständig fortgeschrieben werden.

Gudrun Haufe
Schulleiterin
 

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